
Chronik: 50 Jahre Windrose
50 Jahre Integration
Auf einem Gemeindefest entstand die Idee zur Gründung der Windrose – Familien und Kinder feierten fröhlich gemeinsam. 1976 wurde schließlich der Internationale Verein Windrose Oberursel 1976 e.V. gegründet – mit Unterstützung alteingesessener Oberurseler Bürger. Migration und Integration beschäftigen uns heute in nicht geringerem Maße. In unserer Chronik haben tragen wir im Laufe unseres Jubiläumsjahres Schlaglichter und Ereignisse zusammen und lassen ein vielschichtiges Bild entstehen.
1982
Der Verein ,Windrose" leidet unter Geldmangel
OBERURSEL. Ist die Arbeit des Vereins "Windrose" zum Scheltern verurtellt? Bekanntlich widmet sich diese Organisation seit 1976 engagiert der Betreuung von ausländischen Mitbürgern. Etwa 210 Italiener, Spanter, Griechen und Portugiesen treffen sich regelmäßig im Vereinshaus Neutorallee. Von ehrenamtlichen Mitgliedern der Windrose wurden sie bisher in allen sozialen und rechtlichen Fragen beraten und betreut. Eine Arbeit, die nicht nur Zeit, sondern auch Geld kostet.
1984
Wieder Spielabbruch bei Windrose
Es lag etwas in der Luft. Der Tabellenführer SV Gronau hatte beim Verein Windrose anzutreten. An die 100 Zuschauer, je zur Hälfte, aus beiden Lagern, waren gekommen. Die Sonne schien, es hätte noch einmal ein schöner Fußballnachmittag werden können, aber es kam zum Spielabbruch in der 82. Minute.
Der Ärger begann schon, als die Gronauer den italienischen Schiedsrichter zu Gesicht bekamen. Schnell reifte bei ihnen die Befürchtung, er werde zu seinen Landsleuten halten. Die Windrose Anhänger dagegen er blickten endlich einmal so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit, denn schließlich ist in den meisten anderen Partien der Herr in Schwarz ein Deutscher.
1985
Windrose brachte frischen Wind in die Fußball-Stadtmeisterschaft
Die Fußball Stadtmeisterschaft 1985 endete mit einer Überraschung, der größten überhaupt in der nun schon neunjährigen Geschichte dieses Wettbewerbs. Erstmals gewann keine der höherklassigen Mannschaften den Titel, sondern der B-Ligist-Verein Windrose Oberursel, der damit eine alles in allem großartige Spielzeit krönte. Die Ausländermann schaft, die in der Punktrunde einen guten achten Platz belegte und im Kreispokal sensationell das Finale erreicht hatte, schlug im Endspiel der Stadtmeisterschaft den erklärten Favoriten FC 04 Oberursel mit 3:1(2:1).
1986
Windrose" von Pleite bedroht
Oberursel . Der Verein "Windrose" ist nach dem plötzlichen Tod seines Vorsitzenden und Mäzens Wolfgang Ruzicka in große wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Auflösung des Vereins und Aufgabe des Ausländertreffs in der Neutorallee drohen. Die „Windrose" ist bei der Witwe des Verstorbenen erheblich verschuldet und benötigt dringend 5 000 bis 6 000 Mark in diesem Jahr, um finanziell wieder auf die Beine zu kommen.
1987
10000 Mark und 1500 Stunden Arbeit:
„Windrose"-Haus komplett renoviert
Oberursel (CH). 10000 Mark eigene Mittel und 1500 Stunden Arbeit haben die Mitglieder des Vereins „Windrose" in das gemietete Haus in der Neutrallee investiert. Jetzt ist sozusagen von Kopf bis Fuß alles neu oder renoviert: die Fenster, die Hei-zung, die Decken aus Holz, die Fußböden, die Isolierung und natürlich die frische Farbe an den Wänden. Aus den Mitteln der Stadtsanierung gab es Zuschüsse für die Fenster. Bei einem Empfang am Samstagmorgen konnten sich Mitglieder und Freunde des Vereins sowie die Repräsentanten des öffentlichen Lebens davon überzeugen, daß das „Windrose"-Haus wieder ein schönes Domizil für den seit 1976 bestehenden Verein geworden ist, dem rund 100 in Oberursel lebende Ausländer angehören.
1989
Verein Windrose feierte sein erstes Straßenfest
So kräftig Antonio auch sein „O sole mio" schmetterte, die Sonne ließ sich nicht am Himmel blicken. Doch Herbert und Antonio, die als das Duo „HerTon" auftraten und mit spanischen, italienischen und deutschen Liedern glänzten, ließen sich von der herbstlichen Witterung ebensowenig verdrießen, wie die Besucherschar, die in die Neutorallee gekommen war, um das erste Straßenfest des Vereins „Windrose" zu feiern.
1990
Ausländer wollen auch die Politik mitgestalten
OBERURSEL. Was hat der Magistrat unternommen beziehungsweise unternimmt er, damit 1990 in der Oberurseler Kernstadt wieder ein Tag des ausländischen Mitbürgers stattfindet?" so die banale Anfrage der Liberalen zur jüngsten Stadtverordnetensitzung. Nichts, läßt sich aus der Antwort des zuständigen Dezernenten und Stadtrats Peter Schneider schließen. Natürlich fiel sie blumiger aus. Auf Lobeshymnen auf frühere Feste zum Ausländertag folgte die schlichte Feststellung, daß „aufgrund einer Entscheidung des Vereins Windrose" im Vorjahr die Veranstaltung in der Kernstadt entfiel. Und weiter: Der Magistrat sieht keine Veranlassung, eine Initiative zur Durchführung der Veranstaltung zu ergreifen, solange unsere ausländischen Mitbürger selbst ein solches Fest nicht feiern wollen."
1991
Am 15. Geburtstag: Aufbruch in eine neue Epoche des Vereins
Oberursel (cs). Über eine große Gästeschaar konnten sich Vorstand und Mitglieder des internationalen Vereins „Windrose" freuen. Um den 15. Geburtstag des Vereins, der sich um internationale Kontakte bemüht, gebührend zu feiern, wurden die Gäste mit ausländischen Spezialitäten, Tanz und Gesang verwöhnt. „Unsere Erwartungen wurden über alle Maßen erfüllt. Das Fest war ein voller Erfolg" stellt Reinhard K. Dunger, der Pressesprecher des Vereins zufrieden fest.
1992
Saverio Cognetta leitet jetzt den Verein Windrose
Oberursel (ps). Der Internationale Verein Windrose Oberursel hat einen neuen Vorsitzenden. Saverio Cognetta (47) wurde in der Jahreovereammlung zum Nachfol ger des zurückgetretenen Klaus Lüders gewählt. Der Italiener Cognetta lébt seit 18 Jahren in Oberur-sei. In den Vereinsräumen der Windrose hält der Sozialarbeiter dreimal wöchentlich Sprechstunden für ausländische Mitbürger. In dieser Funktion berät und unterstützt er sie in Behördenangelegen heiten und bemüht sich, Familienkonflikte zu schlichten.
1992
Es ist Zeit, Flagge zu zeigen
Oberursel (kr). Mit seiner Weihnachtsfeier wollte der internationale Verein Windrose ein Zeichen setzten gegen Ausländerfeindlichkeit und Intolleranz. Die Windrose rief und alle kamen. Bürgermeister Thomas Schadow und Stadtkämmerer Peter Schneider waren am Samstagabend ebenso anwesend, wie Vertreter der Parteien, an deren Spitze Ekkehard Gries und Ernst Welteke.
1993
Zar Gordod im Dienste der Waisen
Oberursel (bur). Spontaneität ist gefragt, wenn Menschen in Rußland geholfen werden soll.
Eben jene Eigenschaft zeigten nun der Verein Windrose und Oli Pfuhl, Besitzer der Gaststätte Olis Bauchladen in der Schellbachstra Be 7. Kurzerhand wurde unter dem Namen „Zarewitsch" eine zweitägig Veranstaltung organisiert, die sich sowohl in der Besetzung als auch im Ambiente sehen und hören lassen kann.
1994
1995
So war das mit dem Namen „Bachfest" aber nicht gemeint
OBERURSEL. Aus dem „Tag des ausländischen Mitbürgers", der alljährlich auf dem Rathausplatz veranstaltet wur-de, hat der Verein „Windrose" ein „Internationales Bachfest" gemacht. Einmal, weil das schöner klingt, wie Reinhard Dunger vom Vorstand des Internationalen Vereins meint, zum anderen, weil es in der Neutorallee, wo das Vereinshaus steht und der Urselbach rauscht, einfach romantischer sei. Das Wetter allerdings, beklagt Leo Palazzo vom Vorstand, hat uns alles kaputt gemacht."
1995
„Windrose": neue Leute, neuer Schwung
OBERURSEL. Mit Saverio Cognetta hat sich der letzte Mitbegründer aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen, aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen, wie er sagt, aber alle wissen, daß das kein Abschied ist. Im Vereinshaus leitet er weiter die Caritas-Beratungsstelle, und zur räumlichen Nähe kommt die emotionale sowieso. Ahnlich ist das mit Reinhard Dunger, der die Offentlichkeitsarbeit für die „Windrose" machte und ihr „MultiKulti Projektleiter" war; sein Päuschen, das er sich gönnen will, wird eher ein formales sein.
1996
Heute locken frohe Feste auch zahlreiche Deutsche
Oberursel (mj). echtes Jubiläum Es ist zwar kein
, weiß Vereinschef José Veiga. Aber den 20.Geburtstag des Internationalen Vereins Windrose wollen die Mitglieder dennoch groß feiern. Zwei Jahrzehnte sind für den Vorstand auch Anlaß, jetzt eine Chronik zu erstellen. Dafür sichtet Sprecherin Ulrike Kolb seit einiger Zeit Protokolle, Zeitungsausschnitte und fragt langjährige Mitglieder: Wie war das damals bei der Gründung?
1997
Sprachseminare als Wegbereiter für Europa
Oberursel (ow). Der Internationale Verein Windrose, der seit 1988 erfolgreich ein eigenes Schulprojekt „Deutsch für ausländische Kinder" kostenlos im Vereinshaus und an Schulen durchführt, erweitert sein Angebot für Erwachsene. Gemeinsam mit dem Sozialdienst für ausländische Bürger des Caritasverbandes im Hochtaunuskreis werden verschiedene Sprachşeminare angeboten. Sinn und Zweck ist das Kennenlernen der Sprache sowie der Kultur der Länder un die Vorbereitung der Integration zu einem gemeinsamen Europa.
1999
Königinnen-Residenz auf Hochglanz
Wenn die diesjährige Brunnenkönigin, Ihre Lieblichkeit Helena I., ihre Amtgeschäfte auf-nimmt, wird sie ihre Empfänge in repräsentativem Rahmen durch führen können. Der Verein „Windrose", in dem sie Mitglied ist, hat seine Räume auch optisch aufgefrischt und sieht den Gästen mit freudiger Erwartung entgegen. Die Präsentation der Räumlichkeiten nahm man zum Anlaß, auch den neugewählten Vorstand des seit 1976 bestehenden Vereins vorzustellen. Er setzt sich zusammen aus Heinz Wilhelmi, Rui de Santos, Roland Borgfeld und Jürgen Kubera (v.l.n.r.). Karsten Wolt, fünftes Vorstandsmitglied, war beim Fototermin nicht anwesend
2000
Von der Stadt gerupft, von der Wirtschaft verwöhnt
Der Kulturförderverein Oberursel kann bei seiner Arbeit im Jahr 2000 mit 290000 Mark zusätzlich planen. Den Geldsegen hat er einem Spenden- und Sponsoring-Budget der Mainova AG zu verdanken, von dem in diesem Jahr auch der Internationale Verein Windrose mit 40000 Mark profitiert. OBERURSEL. Profitieren könnten beispielsweise die Chopin-Gesellschaft, der Kulturkreis und die Veranstalter des Kulturprogrammes „Orscheler Sommer" , die bei der städtischen Haushaltsplanung für das laufende Jahr „gerupft" wurden, wie es Bürgermeister Gerd Krämer (CDU) nennt. Diese drei Wünsche hat Krämer sogleich angemeldet.
2001
Afghanin lobt deutsche Schüler
Oberursel. Der Arbeitskreis Asyl Oberursel und die katholischen Kirchen haben anlässlich des „Tages des Flüchtlings" einen Begegnungsabend mit Flüchtlingen veranstaltet. Zuerst beging man einen Gottesdienst in der St. Ursula Kirche, um dann den Abend bei gemeinsamen Essen gemütlich im Pfarrer- Hartmann-Haus ausklingen zu lassen.
Dabei hatten Oberurseler Bürger die Möglichkeit, die Flüchtlinge und ihre Kultur etwas näher kennen zu lernen.
Die 18jährige Afghanin Rangina Razai aus Königstein war mit ihrer Familie da. Sie besucht die Feldbergschule in Oberursel und äußerte sich positiv über das Verhalten ihrer deutschen Klassenkameraden seit den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon.
2002
"Windrose" feiert den 25. Geburtstag nachträglich
Oberursel (ow). Am Samstag, 8. Juni. und Sonntag, 9 Juni, feiert der internationale Verein
Windrose" in der Neutorallee sein
25-jähriges Jubiläum. Wie bekannt, sollte dieses bereits am 16. September 2001 stattfinden, wurde jedoch wegen der Terrorattentate am 11. September in den USA kurzfristig abgesagt.
Das Organisationsteam hat für dieses Wochenende ein vielfältiges multikulturelles Programm zusammen gestellt, bei dem für jeden Besucher ein „Schmankerl" angeboten wird. Die nachträgliche Geburtstagsparty beginnt am Samstag um 14 Uhr am kleinen Festplatz in der Neutorallee mit einem internationalen Kinderfest. Mit diversen Spiel-geräten, Musikinstrumenten, Zauber- und Jonglierkunststücken werden die Kids durch pädagogisch ausgebildete Animateure in Faszination versetzt.
2004
Frischer Wind im Vorstand der "Windrose"
„Wir müssen die Arbeit auf mehr Schultern verteilen" erklärte José Veiga, der alte und neue 1. Vorsitzende des Internationalen Vereins „Windrose", denn bei großen Veranstaltungen fehlte es in der Vergangenheit ab und zu an Mitarbeitern, die einfach mal mit anpackten.
Auf der Jahreshauptversammlung Ende März wurden deshalb neue Kräfte mit in den Vorstand eingebunden, der für zwei Jahre gewählt wurde. Ana Veiga übernahm von Renate Krämer die Verantwortung für die Kasse und wird dabei von Ingeborg Teih-mann als 2. Kassenführerin unterstützt. Neu im insgesamt 18-köpfigen Vorstand sind Schriftführer Henry Gerwien und sein Stellvertreter Gerhard Maas, Wolfgang Schmidt und Uwe Kaufmann, die für die Technik verantwortlich sind. Thorsten Burkard und José Azvedo kümmern sich um den Bereich „Event", sowie Toni Caneiro um die technische Ausstattung. Einen starken Auftritt, der sich wirklich sehen lassen kann, hat die „Windrose" jetzt im Internet dank Thomas Kania. Er ist ebenfalls neu im Vorstand und sorgt dafür, dass die Internet-Hompage des Vereins immer auf dem neuesten Stand ist.
2005
Im Unterricht geht es um die Wurst
Oberursel. Ein einziger Raum der Burgwiesenschule ist abends noch beleuchtet. Doch sind es keine Kinder mehr, die dann die Schulbank drücken, sondern Eltern. Unter dem Motto „Papa und Mama lernen Deutsch* wird Eltern ausländischer Kinder zwei Mal pro Woche die deutsche Sprache näher gebracht. Im November 2004 startete der Internationale Verein Windrose sein Projekt eine ähnliche Initiative gibt es, wie berichtet, in der Kindertagesstätte Regenbogenland. Und Lehrer Peter List freut sich über die Fortschritte seiner Schüler: Sie können sich schon recht gut verständigen."
2006
„Mama lernt Deutsch, Papa auch" beim Verein „Windrose"
Oberursel (ow). Wenn der zwölfjährige El-hami von der Schule in die Hausaufgabenhil-fe der Windrose an der Integrierten Gesamtschule Stierstadt kommt, stöhnt er: „Jetzt gibt es keine Geheimnisse mehr, mittlerweile versteht meine Mama ziemlich viel, wenn wir (er und seine beiden Geschwister) zu Hause Deutsch sprechen" Mittlerweile sind zwei Monate vergangen, in denen sich die 16 Teilnehmer in den Räumen der Burgwiesenschule eingefunden haben, um Deutsch zu lernen. Die Raumfrage war anfangs sehr schwierig, denn durch den Brand in der Schule war der Platz knapp.
2007
Integrationspreis für „Windrose"
Oberursel. Die kleine Chinesin verstand nur Bahn-hof, als sie mit ihren Eltern vor wenigen Jahren nach Oberursel übersiedelte. Jetzt kann die Zwölfjährige nicht nur den Schulunterricht verfolgen, sie hat auch vor kurzem in einem Mathe-Test eine Zwci geschafft. Ähnliche Lernerfolge zeigte ein Junge aus Albanien.
Auch er hat nicht nur rasch den Anschluss an die Klasse geschafft; er bekam sogar neulich in einem schwierigen A-Kurs Test eine glatre ; Eins. Unglaublich, wie schnell die Kinder lernen".
2008
Vorbild für Integration
Konzepte
Es ist gar nicht so einfach, das Thema „Integration" wirklich sachgerecht zu diskutieren. Zu oft spielen emotionale Aspekte hinein, die dann zu Missverständnissen führen können. Ein Verein in Oberursel zeigt, wie man es machen kann und wurde dafür erst mit dem Hessischen Integrationspreis ausgezeichnet und im vergangenen Jahr erneut vom Hochtaunuskreis.
2009
Computer und Computerkurse für Windrose-Schüler der IGS
Oberursel (hrk). Das Schulprojekt des Internationalen Vereins Windrose das seit einigen Jahren an der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (IGS) durchgeführt wird, wurde mit einer großzügigen Spende gefördert: Der Geschäftsführer der Oberurseler Firma Dayton Progress GmbH, Frederick Wilkinson, übergab gemeinsam mit Dayton Lieferant Syscon aus Mörfelden einen Laptop und einen Desktop-PC an die Schüler und kommende Mentoren sowie Projektleiter Peter List. „Ein international operierendes Unterehmen muss auch grenzenlos denken", sind sich die Mitarbeiter von Dayton in Oberursel einig und wollen die Integration ausländischer Kinder an deutschen Schulen aktiv fördern.
Bei einer betriebsinternen Tombola und mit Hilfe des Lieferanten kam jetzt genügend Geld für einen Laptop und einen Desktop-PC modernster Generation zusammen.
2010
Integration in kleinen Schritten
und 21 Gängen
Stierstadt (ow). Sechs Jugendliche und ein Lehrer aus dem Schulprojekt „Junge Europäer - junge Weltbürger" des Internationalen Vereins „Windrose" und der Integrierten Gesamtschule Stierstadt machten sich zur S-Bahn-Station auf, um zur Lochmühle zu fahren. Doch der sie begleitende Lehrer besuchte mit ihnen nicht die Attraktionen des Frei-zeitparks, sondern ging einfach ein paar Schritte weiter. Die Schüler reagierten etwas verunsichert, doch sie waren, wie die Eltern und der Direktor gut. unterrichtet worden, was da an Uberraschung auf sie zukommen sollte.
2011
Verstärkung fürs Schulprojekt der Windrose
Bei der Integration von jungen Menschen in unsere Gesellschaft spielen die Schulen cine essentielle Rolle. Das hat man an der Integrierten Gesamtschule erkannt und tut schon seit Jahren viel dafür, den Jugendlichen den Weg zu ebnen. Jetzt gibt's Verstärkung für die treibende Kraft Peter List. Integration das Wort, das seit Sarrazin wieder in aller Munde ist, wird an der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (IGS) mit Leben gefüllt und in die Tat umgesetzt. Im Jahr 2004 kam Peter List vom Internationalen Verein Windrose an die Schule und hat mittlerweile in Zusammenarbeit mit dem Kollegium ein breit angelegtes Schulprojekt aufgebaut: Junge Europäer junge Weltbürger"
2012
Flüchtlinge an die Hand nehmen
Oberursel. Harald Schuster ist ein Mann voller Idealismus. Nur so ist es zu erklären, dass der 48-Jährige.. einen Vollzeitjob macht, obwohl er nur eine Dreiviertelstelle hat - und demnach nur für 75 Prozent bezahlt wird. Schusters Antwort auf die Frage, was ihn antreibt, ist ebenso kurz wie vielsagend: „die Leute." Gemeint sind Flüchtlinge in
Oberursel und Steinbach, um die sich Schuster kümmert. Er ist Diplom-Sozialarbeiter und schon lange mit der Flüchtlingsarbei (FfhO) um Sprecherin Christiane Altenburg wichtig, die ihm ehrenamtlich zur Seite stehen.
2013
Verein Windrose leistet wertvolle Integrationsarbeit
Seit vielen Jahren ist das Projekt an der Integrativen Gesamtschule Stierstadt (IGS) verankert. Die Zusammenarbeit läuft hervorragend und wird auch von der Stadt finanziell unter-stützt. Vielen Flüchtlingskinder konnte damit ein Schulabschluss und der Eintritt in das Berufsleben ermöglicht werden. Bereits im Jahr 2004 erhielt die Windrose für dieses Projekt den Integrationspreis des Landes Hessen. An vorderstes Front hat Deutschlehrer Peter List, der auch diplomierter Sonder und Heilpäda-goge ist, die Projektleitung inne. Seine Rechnung, die er den versammelten Vertreter aus Politik und Gesellschaft vortrug, war verblüffend einfach und überzeugend Wir lassen wahre Schätze liegen, wenn wir Flüchtlingskinder nicht ausbilden und ihnen keine Chance geben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen".
2014
Vorstand der Windrose wurde einstimmig im Amt bestätigt
Oberursel (bg). Bei der Jahreshauptversamm-Jung des Vereins Windrose lag zu Beginn der Pressespicgel aus mit Berichten über die Aktivitäten bis zum ersten Quartal diesen Jahres. Der größte Erfolg im vergangenen Jahr war, dass die Abschiebung der Familie Yang in letzter Minute verhindert werden konnte. Uber ihren Fall entscheidet der Petitionsausschuss des hessischen Landtags im April. „Bei einem negativen Bescheid hoffen wir auf die Härtefallregelung* , führte Harald Schuster, der die Familie betreut, aus. Reinhard Dunger erinnerte noch einmal an die großartige Unterstüt-zung, die es von der Bevölkerung für diese Aktion gab. Die Flüchtlingsfamilienhilfe des Vereins betreut Flüchtlinge im Containerdorf in der Karl-Hermann-Flach-Straße und hilft ihnen bei allen praktischen Fragen des Lebens. Die Zustände in dem Lager sind unzumutbar, die Container sind in die Jahre gekommen und müssen abgerissen werden.
2015
Integration funktioniert über Sprache
Stierstadt. Aya konzentriert sich auf ihre Deutsch Aufgaben und schreibt Sätze auf wie „Peter ist der Bruder von Monika. Er ist sympa-thisch" oder „Wie viele Personen seid ihr zu Hause?" Die 16-Jährige ist eine von sieben Schülern, die am Deutsch Förderunterricht an der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (IGS) teilnehmen. Sie stammt aus Syrien, genauer gesagt aus Damaskus, und wohnt derzeit in der Flüchtlingsnotunterkunft im alten Stierstädter Grundschulgebaude. Dort leben aktuell 47 Menschen ist vor vier Monaten zusammen mit ihrer Familie, unter ihnen ihr 14-jähriger Bruder Abdul Ka-reem, nach Deutschland gekom-men. Abdul Kareem lernt ebenfalls Deutsch an der IGS.
2016
40 Jahre Windrose
Die ein mo et den niese sich mit dem Thema Integration beschäftigt. Integration, dieses
Wort wurde 1976 eigentlich von kaum jemand im Munde geführt. Die Gastarbeiter, etwa aus der Türkei, Italien oder Griechenland, sie waren halt einfach da. Deutsche und Zugewanderte lebten nebeneinander her. Saveno Cognetta, ein Gründungsmitglied, crinnert sich an diese Zeit. Der Senior stamm ur. sprünglich aus Apulien, ist? kam er der Liebe wegen nach Deutschland. Meine spatere Frau hatte ich bei einem Job in einer Nudelfabrik in Bad Homburg kennengelernt*, sagt er. Zunächst sei er nur sporadisch zu Familienbesuchen in Deutschland gewesen, doch diese Frau hatte es ihm angetan.
2017
„Ich mache mich stark"
Seit über 40 Jahren ist der Internationale Verein Windrose in Oberursel eine Größe, wenn es um die Integration von Migranten geht. Was früher die Gastarbeiter waren, sind heute die Flüchtlinge, wie beim Neujahrsempfang am Samstag deutlich wurde. Oberursel, Das ist immer der Tag im Jahr, an dem hier am meisten los ist", sagt Köchin Leopoldina Noeme lachend und füllt Crème brülée in Tonschälchen. Auf dem Herd hinter ihr köchelt der weil noch der Rest einer wür zig duftenden Mischung aus gehackten Tomaten in einer großen Pfanne, außer 100 belegten Brötchen haben die 47-Jährige und ihr Mann Pau-to nämlich auch Bruschetta vorbereitet.
2018
Im Herzen der Stadt ein internationales Zentrum
Oberursel (bg). Derzeit führt der Weg ins Vereinshaus der Windrose am Urselbach über eine Baustelle. Knapp ein Meter vor der Ein-gangstür entsteht ein neues Wohnhaus. Im Frühjahr nächsten Jahres rücken die Bagger an, dann soll auch das in die Jahre gekommene Vereinshaus abgerissen werden. Die Sanierungskosten für das im städtischen Besitz befindliche Haus, sind nicht zu finan-zieren, bedauert Stadtkämmerer Thorsten Schorr. Der Vereinsführung war das schon frühzeitig signalisiert worden. Und der Vorstand mit Reinhard Dunger an der Spitze will aus der Not eine Tugend machen und alles zum Besten wenden. Sein Traum: Ein internationales Begegnungs- und Kulturzentrum mit französischem Flair im Herzen der Stadt. Mitten in der Strackgasse am Melting Point zwischen Alberti, Hospitalkirche und dem städtischen Seniorentreff.
2019
Ein Treffpunkt für alle
Übernimmt die Windrose die Oberurseler Stadthallen Gastronomie? Das Konzept für ein multinationales Kulturcafé in den Räumen der chemaligen Brasse-rie steht, hieß es beim Neujahrsempfang des Internationalen Vereins am Wochenende. Allein: Es gibt einen weiteren Bewerber. In den kommenden Tagen soll die Entscheidung fallen.
2020
Windrose-Kinder auf Entdeckungstour
Oberursel - Mitten rein ins Element Wasser ging es an diesem sonnigen Dienstag für Kinder, die vom Internationalen Verein Windrose bereut werden. Eingeladen zu diesem Bach-Erkundungs-tag in den Ferien hatte der BUND Ortsverein Oberursel/Steinbach. Unter Beachtung der geltenden Abstandsregeln veranschaulichte die BUND-Vorsitzende Dr. Claudia von Eisenhart Rothe den Kindern den Weg des Wassers. Nach der Klärung, dass „das Meer hier be-ginnt", und einer kurzen Besprechung des Wasserkreislaufes ging es mit Gummistiefeln ausgerüstet in den Urselbach.
2021
Windrose feiert und zieht um
Oberursel - An seinem Essensstand donnerstags, freitags und samstags beim Weinsommer auf dem Marktplatz waren die Rinds-Currywurst „Levante-Style" und die Süßkartoffel-Pommes mit Wasabi-Majo die Renner. Das teilt der Internationale Verein Windrose mit. Der Weinsommer sei zudem eine Gelegenheit gewesen, erste Mannschaftsaufstellungen für das künftige Kulturcafé-Windrose Team zu erproben. Für Freitag, 20., und Samstag, 21. August, kündigt der Verein parallel zum Jubiläumsfest des Vereinsrings sein Sommerfest im Wind-rosegarten an.
2022
Kulturcafé Windrose startet mit Pop-up-Version
"Oberursel (js). Ein „Ort mit Strahlkraft" soll' es werden. Dieses Bild gefällt allen gut, die mit dem Trägerverein Kommunikationszent-rum Altstadt (TKzA) das Projekt „Kulturcafé Windrose" verwirklichen wollen. Vier Partner' sind dabei eine Kooperation eingegangen, sie eint der Leitgedanke, einen Ort zu schaffen, an dem über allem der Anspruch „Vielfalt er-leben, Vielfalt genießen, Vielfalt vereinen" steht. Einen Ort für alle Oberurseler und ihre Freunde und Gäste, ein ,integratives Zent-rum" für Menschen aller Generationen und Nationalitäten, einen Ort internationaler Kultur im vornehmsten Sinne. Die Strahlkraft soll von jenem Kulturcafé Windrose ausgehen, das demnächst am Ubergang von der Altstadt zur Innenstadt im Alberti-Haus eröffnet werden und an sieben Tagen in der Woche von 10 bis 22 Uhr geöffnet sein soll. Herzlich will-kommen, sie würden es am liebsten in 120 Sprachen an die Eingangstür in der Strackgas-se schreiben. Menschen aus so vielen Ländern haben in Oberursel ein Zuhause gefunden.
























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